
Bei eine gesunde Ernährung, vor allen durch Vitamine und ausreichende Bewegung wird ein Vogel kaum krank. Einige auftretende Krankheiten teilen wir Ihnen mit:
Augenerkrankungen:
Augenerkrankungen, meist Bindehautentzündungen, entstehen häufig durch Zugluft, durch starkes Rauchen in der Nähe des Vogels oder durch Kochdämpfe in der Küche. Ebenso kann eine infektiöse Bindehautentzündung auftreten, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Bei dieser Form der Erkrankung hilft meistens nur eine Behandlung durch den Tierarzt. In leichten, nicht infektiösen Fällen kann dem Vogel oft mit Kamillenlösung oder Borwasser geholfen werden. Sind die Augen zugeklebt, betupft man sie ganz vorsichtig mit einem Leinenläppchen (auf keinen Fall mit Watte), das in einer der genannten Lösungen getränkt wurde. Auf diese Weise werden alle Verkrustungen behutsam und geduldig abgelöst, aber nie abgerissen. Oft ist es nur ein Sandkorn, eine Futterspelze oder ein anderer Fremdkörper, der sich im Auge festgesetzt hat. Auch hierbei sollte man versuchen, den Gegenstand mit einem weichen Leinenläppchen behutsam aus dem Auge zu entfernen.
Rote Vogelmilben:
Das häufigste Ungeziefer für den Wellensittich ist die Rote Vogelmilbe. Sie kann aber auch bei anderen Vögel vorkommen. Das Vorhandensein dieser Parasiten macht sich durch nächtliche Unruhe der Vögel, durch ihr häufiges Herumnesteln am Gefieder sowie durch vieles Kratzen und Gefiederschütteln bemerkbar. Am Tage sind sie in Ritzen und Winkeln als kleine schwarze Punkte zu erkennen. Mit einer Lupe kann man feststellen, dass es Milben sind. Sie sehen rotbraun aus, wenn sie sich voll mit Blut gesogen haben, und pergamentfarben, wenn sie leer sind. Die Bekämpfung der Roten Vogelmilbe ist leicht. Man kann ein Sprühmittel oder auch einen Blattanex-Strip (in Zoohandlungen erhältlich) verwenden. Dieser wird im Raum aufgehängt und verströmt ein Gas, das alles Ungeziefer abtötet, nicht nur die Rote Vogelmilben.
Sittichräude:
Unter der Sittichräude, auch Schnabelschwamm genannt, leiden Wellensittiche häufig. Die Ursache sind Räudenmilden. Sie bohren sich in die Schnabelwachshaut, um von Eiweiß der Hornteile zu leben. Durch das Bohren wird die Wachshaut löcherig. Ausscheidungen der Milben verursachen schwammige oder borkige Auflagerungen von gelbgrauer Farbe. Ohne Behandlung kann sich der Befall auf den gesamten Schnabel, auf die Augenumgebung, die Füße und die Kloake ausdehnen. Die befallenen Stellen werden mit Odylen (aus der Apotheke, 1:1 mit Wasser verdünnt) oder mit Milbex ( aus dem Zoofachgeschäft) alle drei Tage eingepinselt. Nach fünf bis acht Behandlungen sollten alle Milben abgetötet sein. Paraffinöl kann auch als Gegenmittel verwendet werden.